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Sensationeller 4. Platz bei der Nikolaus-Regatta in Hamburg!

Wäre der Drachenbootsport in den Medien präsenter, so würden große Tagesblätter nun sicher Titel tragen wie „Das war CAPYtastisch!“ oder auch hinsichtlich der Hamburger Vorfreude auf das Mary-Poppins-Musical „SuperCAPYARAlistikexpialigetisch“. Ganz so medienwirksam ist unser Sport aber nicht, daher werde ich nun – gespickt mit Superlativen – unsere Teilnahme an der Hamburger Nikolaus-Regatta unter die Lupe nehmen.

Nach dem überraschenden 7. Platz in 2016 stapelten wir dieses Jahr etwas tiefer und hatten bestenfalls die leise Hoffnung auf einen einstelligen Platz in dem starken Teilnehmerfeld des diesjährigen 9600m-Rennens auf der Alster. Die Teams kamen vorrangig aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen, manch deutlich weitere Anreise war aber auch dabei, neben beispielsweise den „Neckardrachen“ kam gar ein Team aus Österreichs Hauptstadt Wien in den hohen Norden, um an diesem Langstreckenrennen teilzunehmen. Hut ab!

Wie gesagt, auf eine Platzierung wie im Vorjahr machten wir uns wenig Hoffnung, da in unserem Team viele Paddler mit Trainingsrückstand (wegen Arbeit und Krankheit) sowie noch angeschlagenem Gesundheitszustand (Erkältungswelle) am Start waren. Doch so ging es vermutlich vielen Mannschaften am heutigen Tage. Glücklicherweise konnten wir frühzeitig bekannte Ausfälle durch drei Paddelfreunde aus Neumünster bestens ausgleichen – euch vielen Dank für die tolle Unterstützung! Und an dieser Stelle das dickste Dankeschön an Jürgen, der nicht bloß für uns Capybaras alles hervorragend organisierte, sondern ganz nebenbei noch drei weitere Teams mit Booten versorgte. Diesem großen Zeit- und Arbeitsaufwand gebührt ein großer Dank! Der Niko-Cup bedeutet halt viel mehr, als nur mal für ein knapp 10km-Rennen nach Hamburg zu kommen und danach wieder nach Hause zu fahren. Daher auch ein Dankeschön an alle Capys, die beim Verladen der Boote und der Gesamtorganisation unterstützt haben!

Nun aber zum Renngeschehen! Mit der Startnummer 11 ging es für uns um kurz nach 14 Uhr auf die Regattastrecke, die am Vereinsgelände des Alster Canoe Club (ACC) seinen Anfang nahm. Mit einem fulminanten Start kamen wir gleich auf eine Geschwindigkeit von über 13 km/h und Steuermann Johann trieb uns unermüdlich an, ein hohes Tempo zu halten. Dies gelang uns sehr gut, zumal wir auch schnell die vor uns gestarteten Boote in Schlagdistanz hatten. Es wurde mit je 30 Sekunden Abstand gestartet, da war es ein unglaubliches Gefühl, schon auf der Außenalster auf die ersten Boote aufzufahren und gar vor der Kennedy-Brücke vier Boote (darunter auch das einzige 10er-Boot) überholt zu haben. Unser Boot lief super, Alicia gab alles auf der Trommel und motivierte uns im Zusammenspiel mit Johann zu Höchstleistungen.

Kaum waren wir unter der letzten Brücke durch, war uns klar, dass wir auf der Binnenalster während der Wende um den Tannenbaum durchaus die nächsten beiden Boote würden schlucken können. Während ein Team uns das Überholmanöver nicht schwer machte, kämpften die mit der Nummer 6 gestarteten Rendsburger vom Team „1-19 Helgoland“ um jeden Zentimeter und während der Wende gerieten wir dann auf Kollisionskurs. Während unsere Paddler auf der rechten Seite zwischenzeitlich die Paddel rausnehmen mussten, zogen wir auf der linken Seite einfach unermüdlich weiter und verschafften uns somit innen aus der Wende heraus einen Vorteil, den wir dann gemeinsam mit kraftvollen und konzentrierten Paddelschlägen in einen für die Rendsburger uneinholbaren Vorsprung ummünzen konnten.

Nach dem erneuten Unterqueren der Kennedy-Brücke und somit mit der Rückkehr auf die Außenalster begann dann unser Kopf-an-Kopf-Rennen mit den direkt vor uns gestarteten „Paddelquälern“, das tatsächlich bis ins Ziel anhalten sollte. Mal hatten wir die Nase vorn, dann wieder die „Paddelquäler“, niemand wollte nachgeben, niemand kam so richtig weg. Dieses Duell kostete uns sehr viel Kraft und sicher auch etwas Zeit, doch zugleich motivierte es uns ungemein und setzte ungeahnte Kräfte frei. Wir gingen wirklich an unsere Grenzen und gaben bis zum letzten Meter des Rennens alles, um am Ende doch noch den Capybaraskopf vor dem Drachenkopf der Gegner über die Ziellinie zu schieben. Letztlich war das eigentlich unerheblich, hatten wir den „Paddelquälern“ ja eh die 30 Startsekunden abgenommen. Aber Boot an Boot gibt halt keiner nach – und es ging ja vor allem darum, eine gute Zeit herauszufahren.

Völlig fertig kamen wir tatsächlich als viertes Boot im Ziel an – und das mit der Startnummer 11! Unfassbar! Was das wirklich wert war, konnten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht erahnen, wussten wir doch nicht, was die nach uns gestarteten Teams geleistet hatten. Also erst mal schnell das Boot aus dem Wasser holen und auf den Trailer laden – und dann uns Paddler trockenlegen. Das Umziehen in dem großen Zelt erwies sich als gar nicht so einfach, denn der Boden war völlig durchweicht und jeder war bemüht, zumindest die Wechselklamotten sauber anziehen zu können. So ergaben sich legendäre Tänze dampfender Körper auf kleinen Plastiktüten inmitten dreckiger und nasser Paddelklamotten.

Als wir auch das das Umziehen erfolgreich hinter uns gebracht hatten, galt es sich erst mal zu stärken – mit Suppe, Grillwurst sowie Heiß- und Kaltgetränken. An dieser Stelle ein großer Dank an die Veranstalter vom ACC, die wieder einmal einen tollen Nikolaus-Cup auf die Beine gestellt haben! Alles war gut organisiert und machte riesigen Spaß! Danke!

Natürlich galt es auch, die Boote und sämtliches Bootsmaterial zu verladen – hier zeigten sich einige wenige Capybaras sehr engagiert und sorgten dafür, dass es nach der Siegerehrung zügig nach Hause gehen konnte. Ach ja, da war ja noch was... Die Siegerehrung! War das unglaublich, als immer weiteren Teams ihre Urkunde übergeben wurde – und wir wurden und wurden nicht genannt. Wie konnte das sein? Plötzlich waren wir schon in der vorderen Hälfte des tollen Teilnehmerfeldes, dann in den Top Ten. Und noch immer keine Capybaras?! Und dann war es tatsächlich der sensationelle 4. Platz mit einer Zeit von 49:41 Minuten!! Unglaublich! Abgesehen davon, dass wir wie im Vorjahr das beste Team Schleswig-Holsteins waren, hatten wir auch andere starke Mannschaften hinter uns gelassen und mussten uns nur den Hamburger Dauersiegern „Praktikanten“, sowie dem „WSAP Loveboat“ und den „Neckardrachen“ geschlagen geben. Glückwunsch an diese Teams! Und noch schöne Grüße an die „Stahldrachen“, die sich mit unserem Boot „Grisu“ achtbar schlugen.

Was bleibt noch zu sagen? Das war einfach Capytastisch! Wir freuen uns schon auf den 8. Dezember 2018, wenn der Alster Canoe Club zum nächsten Nikolaus-Cup lädt! Wir sind gerne wieder dabei!