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Drachenboot im Altertum

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Es ranken sich viele Legenden um die Entstehung der Drachenbootrennen. Die populärste (aber deswegen nicht zwangsläufig richtige) stellt eine Person in den Mittelpunkt:

Qu Yuan (chin. 屈原) (ca. 340 v. Chr. - 278 v. Chr.) war ein Dichter aus der Zeit der Streitenden Reiche im alten Kaiserreich China. Er gilt als Chinas erste historisch fassbare Dichterpersönlichkeit.

Qu Yuan war ein aristokratisches Mitglied des Königshauses von Chu und besetzte einen höheren Posten am Hofe des Königs Huai. Besagter König führte zu dieser Zeit eine Reihe von grausamen Kriegen, um die Grenzen seines Reiches zu erweitern. Qu Yuan sprach sich gegen diese Anwendung von Gewalt aus und wurde nach Intrigen seiner politischen Rivalen mit der Anschuldigung, Verrat begangen zu haben, seines Amtes enthoben und ins Exil verbannt. 

Die Legende besagt, dass er jahrelang durchs Land zog und währenddessen Geschichten, Legenden und Volkslieder sammelte und selbst Gedichte und Erzählungen schrieb.

Er muss jedoch sehr mit seinem und dem Schicksal des Landes gehadert haben, denn am fünften Tag des fünften Mondes im Jahr 278 v. Chr. (das Datum variiert je nach Quelle) beging er aus Protest und Verzweiflung Selbstmord, in dem er sich in den Fluss Mi Lo in der Provinz Hunan stürzte. Die dort lebenden Fischer, die in Qu Yuan ihre einzige Chance zu einer Landreform sahen, lieferten sich laut der Legende ein Wettrennen, um ihn zu retten. Mit lauten Trommeln versuchten sie, gefährliche Fische zu vertreiben, und warfen dabei mit Reis gefüllte Blätter ins Wasser, damit sein Körper nicht gefressen würde. Ihre Mühen blieben jedoch vergebens.

Eine etwas blumigere Fassung besagt, dass der Patriotismus des Qu Yuan einen großen Goldkarpfen sehr gerührt habe. Dieser habe sich den Leichnam auf den Rücken gelegt und sei mit ihm in dessen Heimat zurückgeschwommen. Auf dem Wege begegnete er mehreren Meeresungeheuern. Vergeblich versuchte er, sie abzuwehren. Sein verzweifelter Kampf lockte Zuschauer an, die vom Ufer aus in Schilfblätter gewickelte Reisklöße in den Fluss warfen und so einige der Ungeheuer vertrieben. Rasch ließ man Drachenboote zu einem Rennen zu Wasser, um die Fische und Ungeheuer abzuschrecken, die sich bereits daran machten, den Leichnam zu fressen.

Beide Legenden besagen, dass die Chinesen seitdem am fünften Tag des fünften Monats zu Ehren von Qu Yuan das „Duanwu"- oder „Doppel-Fünf"-Fest, auch „Drachenbootfest" genannt, feiern. Es ist zusammen mit dem Frühlingsfest und dem Mitherbstfest einer der wichtigsten Festtage in Cina.


Allerdings gab es das Duanwu-Fest bereits bevor Qu Yuan überhaupt geboren war, und viele Arten es zu feiern, hatten etwas mit Drachen zu tun. Es ist das Fest der Wuyue, eines alten Volksstammes (dessen Clan-Totem der Drache war), die an diesem Tag ein Opfer brachten, um den Drachen zu ehren. Es war bei den Angehörigen dieses Stammes üblich, sich die Haare kurz zu schneiden und den Körper zu tätowieren, um wie kleine Drachen auszusehen. Sie selbst betrachteten sich als Nachfahren des Drachens.

Eine wiederum andere Theorie besagt, dass die Boote mit den geschnitzten Drachenköpfen benutzt wurden, um bei Überschwemmungen die Drachen im Wasser zu beruhigen. Und in der chinesischen Provinz Zhejiang wird der Ursprung der Rennen auf den König von Yue, Gou Jian zurückgeführt, der nach einer militärischen Niederlage seine Truppen in Drachenbootrennen trainierte und mit ihrer Hilfe den Staat Chu wieder errichten konnte.

Der Ursprung der Drachenboote wird von Wissenschaftlern im südlichen Zentral-China, insbesondere in der Gegend des Yangtze ca. 500 v. Chr., vermutet. Organisierte Drachenbootwettkämpfe gab es dort schon sehr früh. Reglementierte Wettkämpfe wurden bereits während der Sui-Dynastie (581–618) und Tang-Dynastie (618–907) in China durchgeführt.

ca. 500 v. Chr.: In China dienen Drachenboote als Fortbewegungsmittel.
ca. 280 v. Chr.: angebliche (misslungene) Rettung des chinesischen Nationaldichters Qu Yuan vor dem Ertrinken

 

Quelle: Wikipedia Deutschland (Sep. 2012) veröffentlicht unter der „Creative Commons Attribution/Share Alike“ Lizenz.